Die Messung der Radonaktivitätskonzentration ist besonders im Wohn- und Arbeitsbereich von Interesse.
Abhängig von der Fragestellung können verschiedene Messverfahren mit unterschiedlichen Messzeiten
zum Einsatz kommen.
Zur Abschätzung der Radonexposition in Wohnräumen oder am Arbeitsplatz eignen sich vor allem integrierende
Langzeitmessungen (Messdauer: mehrere Wochen bis 1 Jahr). Diese werden in der Regel mit Hilfe preisgünstiger
Kernspurdetektoren (auch Exposimeter genannt) durchgeführt. Weil diese Geräte keinen elektronischen
Bauteile beinhalten und auch ohne Stromversorgung oder Batterien betrieben werden können, spricht man auch von
"passiven Messverfahren".
Die Exposimeter sind weltweit in großer Zahl im Einsatz und stellen ein bewährtes und zuverlässiges
Messsystem dar. Die Exposimeter werden in der Regel per Post versandt. Aufstellung und Anwendung sind sehr einfach
und auch für den ungeschulten Laien leicht durchführbar. Nach Beendigung der Messung werden die Exposimeter
im Labor ausgewertet. Neben dem Messergebnis ist eine Bewertung durch einen Fachmann sinnvoll.
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Radoneintrittspfaden ins Gebäude) und bei Fragen zur Sanierung hilft Ihnen gern unsere Schwesterfirma
Kemski & Partner weiter.
Zeitauflösende Messungen der Radonaktivitätskonzentration sind dann notwendig, wenn der Einfluss von
Lüftung oder Raumbegehung sowie Veränderungen am Baubestand oder in den Arbeitsbedingungen zu bewerten sind.
Derartige Fragestellungen interessieren beispielsweise Fachleute in Behörden, Gutachter im Umweltsektor oder
Wissenschaftler im Hochschulbereich. Hierfür werden "aktive Messgeräte", wie z.B. das Radim 3A benötigt, die elektronische
Bauteile beinhalten und über Netz oder mit Batterien betrieben werden müssen. Ansprechwahrscheinlichkeit
und zeitliches Auflösungsvermögen des Gerätes müssen dabei der jeweiligen Problemstellung
angepasst sein.
Für besondere Fragestellungen, z.B. den Neubau eines Hauses, interessiert die Radonaktivitätskonzentration
in der Bodenluft. Diese liegt in einem Bereich von ca. 5.000 bis 2.000.000 Bq/m3 und damit deutlich über
den Raumluftwerten. Aufgrund der räumlichen Variation des Radons wird im Boden immer an mehreren Punkten gemessen.
Hierbei hat sich der Einsatz von Lucas-Zellen sehr bewährt. Diese handlichen Zellen können mit Bodenluft und
anschließend in einem Szintillationszähler ausgemessen werden. Speziell für dies Anwendung wurde das Messgerät
SISIE entwickelt. Mit einer zusätzlichen Einrichtung zur Entemanierung von Wasser ist problemlos und mit hoher Genauigkeit
mit dem gleichen Verfahren auch die Analyse von Radon im Wasser möglich.